Wie Sie ein professionelles Kündigungsschreiben verfassen
Erfahren Sie, was Sie einschließen, wie Sie Ihr Schreiben strukturieren und wie Sie Ihren Job unter den bestmöglichen Bedingungen verlassen — unabhängig von den Umständen.
Warum es wichtig ist
Ein Kündigungsschreiben wird oft als Formalität behandelt — etwas, das Sie in fünf Minuten vor Ihrem letzten Tag hinwerfen. In Wirklichkeit ist es ein professionelles Dokument, das einen dauerhaften Einfluss auf Ihre Karriere haben kann.
Ihr beruflicher Ruf folgt Ihnen. Zukünftige Arbeitgeber rufen routinemäßig frühere Vorgesetzte für Referenzen an, und der Eindruck, den Sie bei Ihrem Ausscheiden hinterlassen, ist oft derjenige, der haften bleibt. Ein durchdachtes Kündigungsschreiben signalisiert Reife, Professionalität und Respekt — auch wenn die Arbeitsbeziehung schwierig war.
Über den Ruf hinaus dient ein ordnungsgemäß verfasstes Kündigungsschreiben als rechtliche Dokumentation. Es dokumentiert Ihre Kündigungsfrist, Ihren beabsichtigten letzten Arbeitstag und das gegenseitige Verständnis Ihres Ausscheidens. Dies kann Sie bei Streitigkeiten über Abschlusszahlungen, aufgelaufene Urlaubsansprüche oder Wettbewerbsverbote schützen.
15 Minuten für ein sauberes, professionelles Kündigungsschreiben zu investieren ist eine der einfachsten Investitionen, die Sie in Ihre langfristige Karriere machen können.
Was Sie einschließen sollten
Ein professionelles Kündigungsschreiben muss nicht lang sein. Es sollte die folgenden wesentlichen Elemente klar und prägnant abdecken:
Sie müssen Ihre Gründe für das Ausscheiden nicht erklären. Es einfach und positiv zu halten ist fast immer die bessere Wahl.
8 Tipps zum Verfassen Ihres Kündigungsschreibens
Kurz und professionell halten
Ein Kündigungsschreiben sollte prägnant sein — in der Regel nicht länger als eine Seite. Formulieren Sie die wesentlichen Punkte klar und vermeiden Sie es, daraus eine ausführliche Erklärung Ihrer Entscheidung zu machen. Kürze signalisiert Professionalität und Respekt für die Zeit aller Beteiligten.
Den letzten Arbeitstag klar benennen
Geben Sie immer ein konkretes Datum für Ihren letzten Arbeitstag an. Unklarheiten führen zu Verwirrung und können zu Streitigkeiten führen. Die übliche Kündigungsfrist beträgt zwei Wochen, prüfen Sie jedoch Ihren Vertrag — manche Positionen erfordern längere Fristen. Seien Sie eindeutig: "Mein letzter Arbeitstag wird der [Datum] sein."
Dankbarkeit ausdrücken (auch wenn Sie sie nicht empfinden)
Bedanken Sie sich bei Ihrem Arbeitgeber für die Gelegenheit, auch wenn die Erfahrung weniger als ideal war. Ein paar aufrichtige Worte der Wertschätzung tragen viel zum Erhalt des Wohlwollens bei. Es geht darum, Ihren beruflichen Ruf zu schützen, nicht Ihre persönlichen Gefühle widerzuspiegeln.
Hilfe bei der Übergabe anbieten
Bieten Sie an, bei der Übergabe zu helfen, Ihren Nachfolger einzuarbeiten oder Ihre Arbeitsabläufe zu dokumentieren. Auch wenn das Angebot nicht angenommen wird, zeigt es Professionalität und guten Willen. Es hinterlässt einen bleibend positiven Eindruck bei Ihrem Vorgesetzten und Ihren Kollegen.
Keine Brücken abbrechen
Branchen sind kleiner, als sie erscheinen. Der Vorgesetzte, den Sie heute verlassen, könnte morgen Entscheidungsträger bei Ihrem nächsten Unternehmen sein oder Jahre später als Referenz dienen. Widerstehen Sie dem Drang, Rechnungen zu begleichen oder Beschwerden schriftlich zu äußern.
Professionellen Ton und Format verwenden
Schreiben Sie im formellen Geschäftsbriefformat: Datum, Adressat, Anrede, Hauptteil, Schluss und Unterschrift. Verwenden Sie eine Standardschriftart, saubere Formatierung und keine umgangssprachlichen Ausdrücke. Das Dokument könnte in Ihrer permanenten Personalakte landen.
An die richtigen Personen senden
Adressieren Sie das Schreiben an Ihren direkten Vorgesetzten und setzen Sie die Personalabteilung in Kopie. Übergeben Sie es nach Möglichkeit persönlich, gefolgt von einer E-Mail mit dem Schreiben im Anhang. Senden Sie es nicht nur per E-Mail, ohne vorher das Gespräch geführt zu haben.
Eine Kopie für Ihre Unterlagen aufbewahren
Bewahren Sie eine unterschriebene Kopie Ihres Kündigungsschreibens und jede Bestätigung, die Sie erhalten, auf. Dies schützt Sie bei künftigen Streitigkeiten über Ihre Kündigungsfrist, Ihren letzten Gehaltscheck oder die Berechtigung für Referenzen. Lagern Sie es außerhalb Ihrer Arbeitssysteme.
Häufige Fehler, die Sie vermeiden sollten
Auch gut gemeinte Kündigungsschreiben können schiefgehen. Dies sind die häufigsten Fehler, die einen negativen Eindruck hinterlassen und Sie noch lange nach Ihrem Weggang verfolgen können:
Mustervorlage
Verwenden Sie diese Vorlage als Ausgangspunkt. Ersetzen Sie die Platzhalter in eckigen Klammern durch Ihre eigenen Angaben und passen Sie den Ton an Ihre Situation an:
[Ihr vollständiger Name]
[Ihre Berufsbezeichnung]
[Datum]
[Vollständiger Name des Vorgesetzten]
[Berufsbezeichnung des Vorgesetzten]
[Firmenname]
Sehr geehrte/r [Name des Vorgesetzten],
hiermit teile ich Ihnen förmlich meine Kündigung meiner Position als [Ihre Berufsbezeichnung] bei [Firmenname] mit, wirksam zum [Letzter Arbeitstag — genaues Datum].
Ich bin dankbar für die Möglichkeiten, die ich während meiner Zeit hier hatte, und für die Unterstützung des Teams. Es war eine wertvolle Erfahrung, die ich in meiner Laufbahn mitnehmen werde.
Ich bin bestrebt, diesen Übergang so reibungslos wie möglich zu gestalten. Gerne unterstütze ich bei der Übergabedokumentation, der Einarbeitung eines Nachfolgers oder helfe dem Team in jeder hilfreichen Weise während meiner verbleibenden Zeit.
Nochmals vielen Dank für alles. Ich wünsche Ihnen und dem Team weiterhin viel Erfolg.
Mit freundlichen Grüßen
[Ihr vollständiger Name]
[Ihre Unterschrift]
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